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Fliegerlager Laachen-Speyerdorf

Im Frühjahr diesen Jahres, sprich vom 14. bis 17. April 2014 veranstalteten wir unser erstes Fliegerlager. Ziel war es viele Starts und Landungen durchzuführen, um das neue Flugzeug richtig kennenzulernen. Da bis auf Armin bisher noch keiner von uns ein TMG Rating besitzt, war das Fliegerlager sozusagen ein Schulungslager, um uns Flugschüler der Lizenz einen Schritt näher zu bringen.

Nachdem wir mehrere Flugplätze im Rhein-Main-Gebiet in Erwägung gezogen hatten entschieden wir uns schließlich für Laachen-Speyerdorf. An diesem Platz wurden wir sehr freundlich aufgenommen und er bot mit seiner sehr langen Grasbahn optimale Bedingungen. Eine Grasbahn zu haben war uns sehr wichtig, da die Stemme bei Seitenwindlandungen auf Asphalt sehr empfindlich reagiert. Schiebendes Aufsetzten wird gnadenlos mit einem deutlichen Schlag auf die Struktur quittiert. Gras schont dabei Material und Nerven.

Am Montag den 14. April reisten wir mit unserem Wohnwagen/Klubheim an. Einen Hänger für die Stemme haben wir natürlich nicht, daher überführte Armin das Flugzeug durch die Luft. Die Strecke über den Pfälzer Wald bis zur Oberrheinische Tiefebene war dabei schnell zurückgelegt.

Am ersten Tag richteten wir uns nur ein, verpackten den Flieger für die Nacht und besuchten zur Feier des Tages die beste Pizzeria des Dorfes. Der nächste Morgen begann bereits früh. Für mich als Student in den Ferien eigentlich viel zu früh; aber zum Glück gab es leckeren Brötchen, Croissants und vor allem Kaffee von Lidl, welcher direkt am Bahnende über den Flugplatz zu Fuß innerhalb 5 Minuten zu erreichen ist. 

Zu unserer Überraschung begrüßte uns morgens eine Herde lustiger, kuscheliger Schafe, welche um unser Flugzeug herum weidete. Auch an den folgenden Tagen war sie immer wieder an anderen Stellen des Flugplatzes zu entdecken.

Nach dem obligatorischen, morgendlichen Check der Stemme starteten wir nun den Flugbetrieb. Da wir alleine am Platz waren führten wir die Flugleitung selbst. Viele Starts und Landungen folgten. Manche mit, manche ohne Motor. Bei jeder Runde fühlte man sich sicherer, verstand die Eigenheiten des Flugzeugs besser und verinnerlichte die Flugverfahren zunehmends. Auch Notfälle, wie das Nichtanspringen des Motors und damit verbundene, kontrollierte Außenlandungen übten wir.

Zu unserer Freude spielte das Wetter immer mit und so konnten wir auch schöne Thermikflüge machen. Wir waren ja schließlich nicht nur zum Arbeiten hier. Mal durch den Schwarzwald bis runter nach Freiburg, mal an der Kante des Pfälzer Waldes entlang Burgen und Schlössen anschauen oder einfach nur dorthin wo uns die Thermik trieb.

Die folgenden Tage liefen grundlegend gleich ab. In den Flugpausen machten wir uns weiter mit dem Bordinstrumenten EFIS und LX7007 vertraut; und richteten diese zunehmend individuell ein. Jedem von uns wurde die Stemme im Laufe diese Tage immer vertrauter und zumindest für mich fühlte sie sich nun zum ersten Mal so an, als sei sie wirklich mein Flugzeug.

Mir haben die 4 Tage viel Spaß gemacht. Gerade auch, weil ich noch in Bremen wohne und daher nur selten zum wochenendlichen Fliegen da bin.

 

Fliegergruß und happy landings,
Patrick

 

P.S. schaut euch den kleinen Film über das Fliegerlager an.